
Wir erleben, dass durch die Demenzerkrankung beunruhigte Menschen ruhiger und zufriedener werden. Insgesamt ist weniger Verzweiflung spürbar, bei vielen verringert sich das Aggressionsverhalten. Bisher in sich gekehrte Menschen werden offener und reagieren bereitwilliger auf Stimulationen. Der Bedarf an sedierenden (= ruhigstellenden) Medikamenten kann insgesamt reduziert werden; auch Krankenhausaufenthalte werden weitgehend vermieden.
Wir erleben, dass sich neue BewohnerInnen rasch einleben und in die Gruppe integriert fühlen, dass untereinander Kontakte geknüpft werden und Beziehungen entstehen.
Eine positive Resonanz erfolgt auch von Seiten der Angehörigen, die sich nicht nur durch die fachgerechte Betreuung in der Verantwortung für ihre betroffenen Verwandten zunehmend entlastet fühlen, sondern auch gerne an geselligen Angeboten teilnehmen und so das Leben des Wohnbereichs kennen lernen und mit prägen.
Wir glauben somit, auf dem richtigen Weg zu sein und sind bestrebt, durch die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Konzeption weitere Fortschritte zu erzielen. Wenn uns natürlich auch bewusst ist, dass wir die von der Demenzkrankheit betroffenen Menschen nicht heilen können, so hoffen wir doch, ihnen das schmerzhafte Erleben von Verlusterfahrungen erleichtern zu können und ihnen bis zu ihrer letzten Stunde ein menschenwürdiges Dasein zu ermöglichen.